Unzählige Menschen sind in NRW und in Rheinland-Pfalz von der Hochwasserkatastrophe im Juli betroffen, darunter auch unzählige Kinder. Auch viele Schüler/innen aus unserer GKR leben bis heute in Not und mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Bei vielen steht noch nicht einmal fest, wann sie wieder zurückziehen dürfen.

Wie können wir die die Sorgen dieser Kinder lindern?“ Diese Frage stellten sich die Bürger der Gemeinde Stein an der Ostsee mit dem Bürgermeister Hr. Dieterich und starteten ein großartiges HilfsprojektSo durften die betroffendsten Kinder aus der 5. bis zur 8. Jahrgangsstufe aus der Gottfried-Kinkel-Realschule und aus einer anderen Schule in Sinzig vom 04-08.10.21 fünf erlebnisreiche Tage in Stein verbringen und so Abstand gewinnen von der Katastrophe. Organisiert und begleitet wurde diese Fahrt an der GKR durch Frau Özcan. Auch Hr. True begleitete die 26 Schüler/innen aus Erftstadt.

Selbst fürs Taschengeld war gesorgt

Die Erftstadter Pizzaria Fuocoriaschenkte jedem teilnehmenden Kind ganze 20 Euro und der Förderverein legte für die Fahrt nochmal 130 Euro drauf. Zudem überreichte der Bürgermeister den Begleitpersonen bei der Ankunft noch sämtliche Essens- und Attraktionsgutscheine„Mir geht das Herz auf, wenn ich das Lachen in den Gesichtern unserer Schüler sehe. Gesichter, die bis vor Antritt der Reise noch so viel Angst und Unsicherheit ausgestrahlt hatten. Bis ins letzte Detail wurde diese Klassenfahrt durch die Helfer geplant, für diesen guten Zweck! Fast stündlich bekommen wir Anrufe, ob alles ok ist.“, sagte Fr. Özcan.

1.Tag: Es war wie jeden Tag Bescherung!

Jeder Tag war spannender wie der zuvor. Eingeladen wurden die Kinder in ein Schullandheim mit Meerblick. Die direkte Strandlage der Ostsee war das Highlight. Mit einem Lächeln im Gesicht erwarteten uns die vier Helferinnen und der Bürgermeister, die direkt für Kuchen, Tee und Kakao sorgten. Daraufhin gab es ein leckeres Barbecue mit Ausblick aufs weite Meer. Jedes Kind erhielt eine Tüte mit vielen Überraschungen, u.a. eine Taschenlampe für die spannende Nachtwanderung. Jedes kleine Detail wurde bei der Planung berücksichtigt.

                           

2. Tag

Wie jeder weitere Morgen begann auch dieser Tag mit einem leckeren Frühstück, der immer durch die freundlichen Helferinnen organisiert wurde. Auch für Lunchpakete wurde gesorgt. Über den wundervollen Sandstrand wanderten alle Kinder von der Herberge bis nach Laboe, ein Urlaubsort zehn Kilometer nördlich von Kiel. In Laboe angekommen kamen die Spendengelder jedem Kind zugute: sie konnten ihre Eisgutscheine einlösen, das U-Boot der Kriegsmarine, das im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde, von außen und innen besichtigen, vom Strandkorb aus den Ausblick aufs Meer genießen und ihre Minigolfgutscheine einlösen.

                

Auch das Marine-Ehrenmal, was als Gedenkstätte für die im Weltkrieg gefallenen Marinesoldaten errichtet wurde, besuchten die Kinder. Man gedenkt hier den auf den Meeren gebliebenen Seeleuten. Könnte man dies auch auf unsere Situation beziehen?“, fragt Fr. Özcan vorsichtig. „Ich gedenke den unzähligen freiwilligen Helfern, die uns bis heute in unserer Heimat nicht alleine gelassen haben., erwiderte eine 6. Klässlerin und sorgte für einen Moment Stille unter den Teilnehmern. Am Ende aßen die Kinder in einem Imbiss, wofür sie auch nichts bezahlten.

          

3. Tag

Am nächsten Morgen sorgte der Bürgermeister dafür, dass Busse die Schüler/innen abholten und zu einem Bauernhof brachten. Dort genossen die Kinder u.a. eine unvergessliche Kutschfahrt durch friedliche Felder, die etwas anders aussahen, wie die aus der Heimat. Weitere Herzklopfmomente und Fahrvergnügen hatten die Kinder beim Quad fahren in Neuschönberg. Maximaler Fahrspaß für die Jungs und Mädchen, die zeigten, was sie am Steuer alles draufhaben. Ein unvergesslicher Tag für alle Teilnehmer! Am Abend kam eine Popcornmaschine als Vorbereitung für die Nacht zum Einsatz. Dann sollten nämlich alle Kinder in der Kinderdisco tanzen und toben, was das Zeug hält. Sogar einen eigenen DJ ließ der Bürgermeister für die Gruppe kommen.

            

4. Tag

Wer Lust auf etwas Bewegung hatte, durfte am vierten Tag sich ans Stand-Up-Paddling wagen. Die Kinder zogen ihre Neoprenanzüge an und folgten der Anleitung der Surflehrer Thies Marx-Stölting und Janina Buch. „Rauf auf’s Brett und rein in die Ostsee-Wellen!“, rief der Sportlehrer Hr. True. Auch diese Wassersport-Erfahrung wird den Kindern noch lange in Erinnerung bleiben.

        

Richtig dankbar waren alle Kinder, als sie nach der Rückkehr je 40 ausgedruckte Fotos der Klassenfahrt ausgehändigt bekamen als Erinnerung für die unvergesslichen Tage.

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