Ernährungs- und Verbraucherbildung - Ein Thema zum Anfassen und Nachmachen

Ein erfolgreicher Workshop geht zu Ende. Am 21. und 22.06.2022 öffnete die Gottfried-Kinkel-Realschule in Erftstadt ihre Türen für verschiedene Workshops zum Thema Ernährungs- und Verbraucherbildung. Auf die Beine gestellt wurde das Projekt von der Universität Koblenz-Landau in Kooperation mit dem Bundeszentrum für Ernährung. Marcel Werner, der als Lehrbeauftragter sowohl an der Gottfried-Kinkel-Realschule als auch an der Universität Koblenz-Landau tätig ist, ermöglichte als Bindeglied die Zusammenarbeit der Bildungsinstitutionen. Unterstützt wurde das Projekt darüber hinaus seitens der universitären Fachbereichsleiterin für Ernährungs- und Verbraucherbildung, Frau apl. Prof. Dr. Michaela Schlich und der Referatsleiterin des Bundeszentrums für Ernährung, Frau Dr. Barbara Kaiser. Neben der fachlichen Expertise der Lehrbeauftragten haben die Student*innen insbesondere durch die Materialien und Medien des Bundeszentrums für Ernährung auf didaktischer und methodischer Ebene Hilfestellung bei der Gestaltung der einzelnen Workshops erfahren.

Ziel des gemeinschaftlichen Projekts war es, sowohl den Schüler*innen erweiterte überfachliche Kompetenzen zu vermitteln, als auch den Student*innen praktische Einblicke in den Alltag einer Lehrkraft zu ermöglichen. Dazu kreierten die Studierenden im Rahmen ihres Studiengangs „Master of Education“ ausgewählte Workshops zur Ernährungs- und Verbraucherbildung. Mitunter wurde das Thema „Zuckergehalt in Getränken“ vertieft. In Kleingruppen erforschten die Schüler*innen kommerzielle Erfrischungsgetränke auf dessen Zuckergehalt anhand der Verpackung. Zusätzlich überprüften sie Möglichkeiten der Zuckersubstitution beziehungsweise der Zuckerreduktion. Als Alternative wurde ein eigenes sommerliches Erfrischungsgetränk ohne Zucker entwickelt, zubereitet und verkostet.  Weitere Workshops arbeiteten beispielsweise zu den Themen: High Protein, Lebensmittelverschwendung und pflanzenbetonten Ernährungsformen. Die Gruppe zur Obstvielfalt besuchte zudem einen nahegelegenen Supermarkt und erkundete dessen Auswahl saisonaler und regionaler Produkte mit Hilfe des Saisonkalenders des Bundeszentrums für Ernährung.

Dabei war es den Studierenden eine Herzensangelegenheit, dass die Schüler*innen Zeit und Raum hatten das erlernte Wissen zur Ernährungs- und Verbraucherbildung praktisch erfahrbar machen zu können, sodass sich ein übergeordnetes Verständnis zum eigenen Konsumverhalten und dessen Zusammenhang zur gesundheitsförderlichen Ernährung und der Nachhaltigkeit herausstellt. Die Begeisterung über das eigens hergestellte Lebensmittel war so groß, dass die Schüler*innen Kostproben in der Schule und zuhause verteilten. Mit Blick auf die bevorstehenden Sommerferien wurden den Schüler*innen somit vielfältige Möglichkeiten an die Hand gegeben, das erlernte Wissen auch außerhalb der Schule zu erproben.

 

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